Stimmung bei St. Pauli nach Leverkusen-Klatsche auf dem Gefrierpunkt
Vor allem in der ersten Halbzeit. Die Euphorie, die nach dem 2:1 in der Vorwoche gegen den VfB Stuttgart aufkam, war schon nach 15 Minuten völlig verpufft. Ein Leverkusener Doppelschlag innerhalb von nur zwei Minuten versetzte die Kiezkicker schnell auf die Verliererstraße.
Erst beförderte Torwart Nikola Vasilj einen Kopfball von Jarell Quansah mit seinem Po ins eigene Netz (13.). Dann setzte Patrik Schick per Kopf kurz drauf noch einen drauf. "Diese beiden Gegentore haben uns gekillt", erklärte Kapitän Jackson Irvine.
"Wir müssen sehr kritisch mit uns umgehen." Verteidiger Karol Mets
Von nun an ergab sich St. Pauli seinem eigenen Schicksal. Wer auf ein Aufbäumen gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Am Ende stand es 0:4. "In der ersten Halbzeit hat die Intensität und Energie gefehlt. Leverkusen hat das mit den beiden schnellen Gegentoren bestraft", analysierte Vasilj.
Und Mets ergänzte: "In Leverkusen nach einem 0:2-Rückstand wieder zurückzukommen, ist extrem schwierig. Wir müssen sehr kritisch mit uns umgehen. Der Unterschied zwischen dem Spiel gegen Stuttgart und heute war wie Tag und Nacht."
Nur eine Tor-Chance im ganzen Spiel
Besonders alarmierend: Gefährliche Offensiv-Aktionen hatte St. Pauli über die gesamten 90 Minuten fast gar nicht. Bayer-Torwart Jonas Blaswich musste insgesamt nur einmal eingreifen – gegen Joel Fujita. Da lief aber bereits die 86. Minute…
"Wir waren weit entfernt von unserem Level, das gilt auch für mich", gab Irvine zu. "Wir hatten viele einfach Ballverluste und eine schlechte Positionierung. Es war ein harter Nachmittag für uns."
Jetzt kommt Werder Bremen
Mund abputzen, weitermachen. Mehr bleibt St. Pauli jetzt nicht übrig. Irvine: "Wir müssen die Partie schnell abhaken, nächste Woche haben wir ein ganz wichtiges Spiel."
Am kommenden Sonntag (17.30 Uhr, im NDR Livecenter) ist Werder Bremen zu Gast am Millerntor. Der Tabellen-16. also, der zwei Punkte mehr auf dem Konto hat als St. Pauli, und zuletzt 0:3 gegen die Bayern verlor.
Es ist gefühlt das nächste "Endspiel" im Kampf um den Klassenerhalt. "Da haben wir was gutzumachen", betonte Trainer Alexander Blessin.
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(Salmos 28:7)
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